One does not simply walk into Mordor…

Einen Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden, braucht es hier und jetzt und jenseits der Grenzen des Auenlandes nicht – es reicht, den Internetbrowser zu öffnen oder das Mobiltelefon einzuschalten, und schon haben die Mächte Mordors bequemen Zugang zu unserem Standort.

"KEYHOLE 12-3 (IMPROVED CRYSTAL) Optical Reconnaissance Satellite Near Scorpio (USA 129)", 2007, C-print, 149,9 x 120,6 cm. © the artist Courtesy Privatsammlung Dreieich.

“KEYHOLE 12-3 (IMPROVED CRYSTAL) Optical Reconnaissance Satellite
Near Scorpio (USA 129)”, 2007, C-print, 149,9 x 120,6 cm. © the artist
Courtesy Privatsammlung Dreieich.

Auch unsere höchst wahrscheinlich künftigen Bewegungen im Netz sind kein Geheimnis für die Algorithmen unserer Helfer in der Not, den Suchmaschinen und den Onlineshops. Alles in allem sind wir mit unseren portable devices keineswegs besser dran als Frodo, der Träger des Rings, der zumindest noch Gefährten hat, die ihm einen Teil seiner Last abzunehmen versuchen. Nicht, dass wir keine Gefährten hätten – es ist nur so, dass diese ebenso ihren Ring zu tragen haben.
Im Frankfurter Kunstverein zeigt Trevor Paglen noch bis 30. August 2015 eindrucksvolle Bilder phantastischer Landschaften, die sich nicht etwa in Mittelerde, sondern irgendwo verborgen auf unserem Planeten befinden, gewidmet dem Ziel, unsere Daten abzufangen und nutzbar zu machen. Mögliche Strategien, den Datenkraken unschädlich zu machen, liefert er dabei gleich mit.

Mehr dazu hier auf Faustkultur.

(Bildquelle: Pressematerial)

25. July 2015 by ellen
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