Ellen Wagner

Ellen Wagner (*1987, Gelnhausen) ist seit 2014 Doktorandin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach a. M. bei Prof. Dr. Christian Janecke, Prof. Dr. Juliane Rebentisch und Prof. Gunter Reski. Ihr Promotionsvorhaben befasst sich mit Strategien der Mimikry an einer ›Ästhetik der Kommodifizierung‹ in der sog. Post-Internet Art. Von 2008 bis 2013 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg, wo sie mit dem Ersten Staatsexamen für Kunst im Gymnasiallehramt abschloss. Ihre Zulassungsarbeit bei Prof. Dr. Christian Demand schrieb sie zur Akademiekritik bei Anselm Feuerbach und Hans Makart.

Ellen Wagner ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Ästhetik e. V., der deutschen Sektion der Association Internationale des Critiques d’Art (AICA e. V.) und im Beirat des Frankfurter Kunstvereins. Texte von ihr erschienen u. a. auf Faustkultur, Artblog Cologne und in der Springerin.

 

Texte (Auswahl)

Catching Eyes. Neue Wege der Blickführung im Projekt HOPE des Künstlerduos New Scenario. In: Springerin 4 (2017), S. 6 f.

Using Shortcuts. Über den Umgang mit medialen Schlüsselreizen in der Post-Internet Art. In: Springerin 2 (2017), S. 6 f.

Texte auf Faustkultur: http://faustkultur.de

Texte auf Artblog Cologne

Little less information, zur Ausstellung “Let’s imitate the real until we find a better one” von Julia Weißenberg im matjö/ Köln

Bremsspuren der Zeichnung, in: Kunstkritik Labor Nr. 2: Broken Theories/ KAI 10 Arthena Foundation (S. 54-56)

Esther Poppe und Bettina Hamm, Stellwerk Kassel: Formlos gestylt, 2016

Alexandra Hojenski und Julia Liedel: Rennmäuse weinen rote Tränen, 2015, gekürzte Version

Matthias Ströckel: Andauernd(e) Linien, 2015

Tobias Wyrzykowski, 2014

Marie-Kathrin Saalfrank, 2013

 

 

Das Arbeiten an einem Bild ist für mich auch das Warten darauf, dass das Bild sich selbstständig macht, Interessant wird es für mich dann, wenn ein Bild nicht so wird, wie ich es mir zu Beginn gedacht habe. Im Grunde geht es immer um das Verhältnis einer einzelnen „Stelle“ zum gesamten Bild, das einem Rhythmus folgen oder auch aus dem Takt geraten kann. Im Sinne eines positiv verstandenen Dilettantismus sehe ich meine Rolle zwischen Produktion und Rezeption meiner eigenen Arbeiten und verstehe ein Bild weniger als „Fenster“ denn als eine Art „Behälter“, in den sich inhaltlich und formal allerhand hineinpacken lässt, und dem es prinzipiell zunächst einmal egal ist, ob diese Dinge „high“ oder „low“ sind, ob sie virtuos gefertigt oder gebastelt sind, ob sich die Farben beißen und die Techniken bekriegen.

Es geht darum, was alles passieren kann, wenn man einfach ein Stück von einem Bild abschneidet, wenn man es faltet oder in ein merkwürdiges Format setzt. Umgekehrt geht es auch darum, was alles nicht passiert, welche Zusammenhänge sich nicht ergeben und welche Stimmungen sich nicht vermitteln. Es kann nicht immer was passieren.

Die Tatsache, dass Versehen hier zum Prinzip erklärt wird, macht diese Arbeitsweise natürlich alles andere als unangreifbar. Die Unsicherheit darüber, wie viel Intuition und Kalkulation ein Bild verträgt, ist Ergebnis und vielleicht die einzige Bedingung seiner Entstehung. Als „fehlerhaft“ empfundene Stellen nehme ich gerade zum Ausgangspunkt für mein weiteres Vorgehen – so zwinge ich mich, mich immer wieder selbst zu fragen, was genau ich an einer Komposition interessant oder misslungen finde – und ob sich diese beiden „Qualitäten“ überhaupt gegenseitig ausschließen.

Ausstellunge(Auswahl)

2016 „One Month: After the materialization of the art object“, Gruppenausstellung, Temporary Gallery Köln (Kooperation mit Esther Poppe); “potent group show titles”, Banksy Offenbach a. M. (Kooperation mit Bettina Hamm und Esther Poppe)

2014 „Die Neue Hesslichkeit“, Gruppenausstellung, Palais für Aktuelle Kunst Glückstadt, kuratiert von Gunter Reski;„Das Lied des Jetzt“, Gruppenausstellung, Projektraum der basis e. V., Frankfurt

2010 „Import-Export“, Gruppenausstellung, Akademiegalerie Nürnberg; Jahresausstellung der AdBK Nürnberg, von Ellen Blumenstein kuratierte Ausstellungshalle; „-ION“, Gruppenausstellung im Rahmen der ZAKK-Ausstellungsreihe, Ausstellungslabor der AdBK Nürnberg

2009 „Planerfüllung“, Klasse Flinzer in der Zentrifuge e. V. Nürnberg; Jahresausstellung der AdBK Nürnberg, von Dr. Angelika Nollert kuratierte Ausstellungshalle

2008 „CRAP“, Gruppenausstellung in der Akademiegalerie Nürnberg; Anonyme Zeichner Nr. 7, meinblau e. V. Berlin

 

Workshops

2016 Autocenter Summeracademy Dortmund mit Marco Roso (DIS)

2015 Kunstkritik-Labor “Broken Theories”, Arthena Foundation Düsseldorf,  mit Noemi Smolik und Marion Ritter

2014 Sommerakademie Salzburg,“The Art of Writing” mit Jennifer Allen

2012 Kunstkritik-Labor “Ethik der Kunstkritik”,  Arthena Foundation Düsseldorf, mit Noemi Smolik und Astrid Mania

 

Auszeichnungen

2013 Meisterschülerin bei Jochen Flinzer

2013 Kunstförderpreis der Stadt Lauf, 1. Preis

2011 Abbildung im Kalender der LfA Förderbank Bayern, Monat März

2010 Klassenpreis