Marie-Kathrin Saalfrank

http://www.mariesaalfrank.de

Marie-Kathrin Saalfrank nutzt neben Malerei und Zeichnung die digitale Bildbearbeitung als künstlerische Ausdrucksform zur Umsetzung ihrer ganz eigenartigen Vorstellungen. Die verschiedenen Techniken werden dabei oft so kombiniert, dass Gemaltes und Gedrucktes mit- einander verschmelzen. Dass sie sich für ihre Bilder oft selbst als Modell verwendet, hat weniger mit Selbstinszenierung zu tun. Vielmehr setzt sie ihren Körper ein wie ein Schauspieler auf der Bühne, der dadurch, dass er zugleich auch Regisseur des Bildgeschehens ist, Gedanken unmittelbarer umsetzen kann. Die Ideen selbst entstehen meist ganz von selbst: beim Nachdenken, Musik hören, S-Bahn-Fahren oder kurz vor dem Einschlafen tauchen die Szenen auf, synäthetische Wahrnehmungen fließen als Farbstimmung oder für den Außenstehenden nicht eindeutig entschlüsselbare Symbole mit ein. Marie-Kathrin Saalfranks Arbeiten erinnern an Hochglanzmodemagazine oder professionelle Werbegrafik – ohne dabei jedoch ein Produkt zu bewerben. Oftmals erscheinen die Situationen in ihren Bildern auf den ersten Blick verträumt und idyllisch – um sich auf den zweiten Blick als verträumt und verstörend zu entpuppen. Die wachspuppenartigen Figuren wirken wie in der Bewegung eingefroren und muten sowohl statuen- als auch geisterhaft an. Auch in den eher abstrakt gehaltenen Bildern lassen sich Fragmente von Gesichtern oder Körperteilen ausmachen, wobei die Leerstellen zunehmend als eigenständige Bildelementen erscheinen. Das Moment des Unheimlichen ist fester Bestandteil der Kompositionen.

Besides her paintings and drawings, Marie-Kathrin Saalfrank uses digital imaging as an artistic means to express her peculiar imagination. The different techniques are thereby combined in such a way that painted layers merge with printed layers. The fact that Saalfrank often is the model in her pictures has less to do with self-staging. She rather uses her body like an actress on a stage who also has the advantage of being the stage director herself; accordingly she can immediately translate her thoughts into the appropriate action. The ideas mainly develop all on their own: while thinking, listening to music, going by the city train or just before falling asleep, scenes arise where synaesthetic perceptions flow in as atmospheric color or symbols which may be difficult to decipher for strangers. Marie-Kathrin Saalfrank’s artworks remind of high gloss fashion magazines or professional advertising – but without promoting a product. Often the situations in her pictures seem dreamy and idyllic at the first glance – just to turn out to be dreamy and disturbing at the second glance. The wax doll-like figures seem as if they were frozen in motion and have the appearance of statues or ghosts. Moreover, fragments of faces or body parts can also be found in largely abstract pictures which make the blankspaces look like increasingly autonomous picture elements. The moment of the obscure is an inherent part of the compositions; whoever lets oneself in for this and lets their thoughts digress, does so at their own peril.

Vita

2007-2013 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg bei Prof. Michael Munding, Klasse für freie Malerei und Kunsterziehung

2006/07 Praktikum, Werkbund Nürnberg seit

2006 Abitur am Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium Bayreuth

1987 geboren in Berlin

Ausstellungen

2011 “Kimberly Gebert & Marie Saalfrank”, Akademiegalerie Nürnberg; Kunstförderpreis der Stadt Lauf und Jahresausstellung der AdBK Nürnberg

2010 Galerie Artefakt; VisualGallery, Photokina, Köln

2009 Kunstpreis Langwasser; “Eingriff” A.K.T. Kunstverein Amberg

2008 “Der Aufbruch nach Turku”, Klassenausstellung, Schrobenhausen, Obb.; “Forum junge Kunst aus Bayern und Tschechien” CeBB, Schönsee

Auszeichnungen

2012 Kunstpreis der Diözese Rottenburg, 2. Preis

2009 Canon Profifoto Förderpreis

2008 2. Platz Akademiepreis